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Refraktive Chirurgie: Laserbehandlung


Typischer Verlauf der LASIK und der Heilung nach der Operation
LASIK und PRK werden ambulant durchgeführt. Vor der Operation ehalten Sie eine Beruhigungstablette und eine Schmerztablette und das zu operierende Auge wird mit Tropfen betäubt, so daß während der Operation keine Schmerzen entstehen. Die Operation dauert nur wenige Minuten und ist nahezu schmerzfrei. Kurz nach der Operation werden Sie nochmals untersucht und Ihr Auge wird mit einem Verband abgedeckt. Sie erhalten Augentropfen, die Sie während der ersten Wochen regelmäßig tropfen müssen.

In den ersten Stunden und Tagen nach der Operation tränt und reibt Ihr Auge und das Sehen ist verschwommen. Starke Schmerzen sind nicht normal bei LASIK, wohl aber bei PRK, ebensowenig wie eine plötzliche Sehverschlechterung. Rufen Sie bei starken Schmerzen oder plötzlicher Sehverschlechterung Ihren Arzt an. Der durchsichtige Verband kann am Tag nach der Operation bereits direkt nach dem Aufstehen entfernt werden. Achten Sie darauf, dass beim Waschen oder Duschen kein Wasser in das operierte Auge gerät und dass Sie nicht am Auge reiben. Sie sollten das operierte Auge in der ersten Woche nach der LASIK nicht reiben und sich auch nicht schminken. Ihre Augen sollten erhöhten Belastungen, wie z.B. Schwimmen und Tauchen oder heftigem Reiben, jedoch erst frühestens zwei Wochen nach der LASIK oder PRK ausgesetzt werden.

Bereits am Tag nach der LASIK wird zumeist ein annähernd normales Sehvermögen erreicht, nach PRK dauert dies eine Woche. In den ersten Wochen kommt es noch zu Änderungen des Sehvermögens, eine genügende Stabilität wird zumeist nach 4 bis 6 Wochen erreicht. Daher ist nach 4 - 6 Wochen eine Nachuntersuchung vorgesehen.

Leider kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass nach Monaten bis Jahren dennoch eine gewisse Rückkehr der Fehlsichtigkeit auftritt. Weiterhin kann die Fehlsichtigkeit nicht in allen Fällen vollständig korrigiert werden. Grundsätzlich gilt, dass die Chance, nach der Operation keine Fernbrille mehr zu benötigen, umso größer ist, je geringer die Fehlsichtigkeit vor der Korrektur war. Völlige Unabhängigkeit von einer Fernbrille kann somit nicht garantiert werden, die Brille ist jedoch in jedem Fall wesentlich schwächer als vorher. Selbst bei optimalem Erfolg (= keine Fernbrille) ist ab ca. dem 50. Lebensjahr damit zu rechnen, dass eine Lesebrille notwendig wird, wie diese auch jeder Normalsichtige ab jenem Alter benötigt.


Welche Probleme können bei LASIK und PRK auftreten?
Bei der LASIK wird nur ein Teil der Hornhaut behandelt, sozusagen "geschliffen". In der übrigen Hornhaut bleibt die Fehlsichtigkeit bestehen. Bei hellem Licht und bei Tage führt dies nicht zu Problemen, da die Pupille bei heller Beleuchtung eng ist und das Licht daher nur durch den behandelten Teil der Hornhaut in das Auge einfallen kann. Wird nun vor allem bei Dämmerung oder Dunkelheit die Pupille weiter, kann es zu vermehrter Blendung und zur Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) und Doppelkonturen kommen. Dies kann zu Problemen während nächtlicher Autofahrten führen. Diese Veränderungen treten jedoch in der Regel nur bei Kurzsichtigkeit über -5 Dioptrien und bei Weitsichtigkeit auf.

Besteht eine beidseitige Fehlsichtigkeit, kann es nach der Operation des ersten Auges bis zum Zeitpunkt der Operation des zweiten Auges durch die Ungleichheit der beiden Augen zu Problemen des beidäugigen Sehens kommen. Es können unter Umständen Doppelbilder sowie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen auftreten. Zudem ist damit zu rechnen, dass erst nach der Operation beider Augen wieder ein Kraftfahrzeug geführt werden darf. Wir führen daher die Operation beider Augen in der Regel bald nacheinander durch.

Beim Vorliegen von rheumatischen Erkrankungen kann es zu Heilungsverzögerungen kommen. Während dieser Zeit müssen Sie vom Augenarzt kontrolliert werden. In seltenen Fällen kann es bis zu einigen Tagen nach der LASIK, z.B. durch Reiben des Auges, zu einer Verschiebung des Hornhautdeckelchens kommen, wodurch eine erneute Operation erforderlich wird. Beim oberflächenparallelen Schnitt zur Gewinnung der Lamelle kann es zu Schnittfehlern kommen. Bei richtiger Anwendung sind diese zwar selten, jedoch stellen "kleine Augen" und hohe Hornhautkrümmung Risikofaktoren dar. Diese möglichen Schwierigkeiten werden beim Informationsgespräch gegebenenfalls zusätzlich angesprochen.

Als weitere seltene Komplikation kann es in den ersten Wochen zu einem Einwachsen der oberflächlichen Hornhautschicht, des sog. Epithels, unter das Hornhautdeckelchen kommen, die eventuell durch eine weitere Operation entfernt werden muss. Diese Nebenwirkung ist erst 4 - 6 Wochen nach der LASIK erkennbar. Kommen Sie daher unbedingt zu den geplanten Nachkontrollen. Beim Schleifen der Hornhaut mit dem Excimer Laser ist in wenigen Fällen eine Verschiebung der Behandlungszone im Bezug zur Pupillenmitte (Dezentrierung) beschrieben worden. Diese Dezentrierung kann zu einer vermehrten Blendempfindlichkeit und zur Wahrnehmung von Doppelkonturen führen.

Letztlich kann in extrem seltenen Fällen eine zu starke Schwächung der Hornhaut mit Vorwölbung (Keratektasie) und deutlicher Sehverschlechterung, eine Infektion und Narbenbildung auftreten. In Ausnahmefällen ist zur Behandlung von Komplikationen eine Hornhauttransplantation erforderlich.

Bei der PRK können wie bei der LASIK "optische Probleme" z.B. Halos auftreten. Die Freiheit von den oben genannten Problemen der Lamelle wird allerdings mit einer möglichen Narbenbildung erkauft, obwohl diese bei Korrekturen bis zu - 6.0 dpt sehr selten ist (< 1%).
 
     
 


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