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Adernhautmelanom: Weitere Therapien


Die Behandlung durch thermische Einwirkung
Kleine Aderhauttumoren können in seltenen Fällen durch eine Laserbehandlung therapiert werden. Dabei wird mit einer örtlichen Betäubung der Tumor in der Aderhaut mit dem Laser stark erhitzt, so daß die Protein in den Tumorzellen koagulieren und die Zelle somit abstirbt.
Eine ähnliche Methode steht mit der Kältebehandlung zur Verfügung. Hierbei werden die Tumorzellen durch mehrmaliges Einfrieren mit einem kleinen Kältestab der auf das Auge aufgesetzt wird, zerstört. Diese beiden Methoden sind allerdings nur bei kleinen Tumoren sicher durchführbar.

Ob die Behandlung erfolgreich war, muß dann ebenfalls durch regelmäßige ambulante Kontrolluntersuchungen kontrolliert werden.


Die chirurgische Behandlung
In sehr seltenen Fällen besteht die Möglichkeit, den Aderhauttumor chirurgisch aus dem Auge zu entfernen. Diese Operation ist sehr aufwendig. Da das Aderhautmelanom hierbei aus einem stark gefäßhaltigen Gewebe entfernt werden muß, wird während der Narkose zur Minderung der Blutungen ein sehr niedriger Blutdruck durch den Narkosearzt erzeugt. Zusätzlich muß die
Körpertemperatur stark gesenkt werden.
Diese Narkose stellt eine große Belastung für den Organismus dar. Es können daher nur völlig gesunde Menschen mit einem geringen Narkoserisiko operiert werden. Falls bei einem Aderhautmelanom eine operative Entfernung erwogen wird, müssen zusätzlich viele Untersuchungen zur Feststellung des allgemeinen Gesundheitszustand in der Klinik durchgeführt werden.

Nur wenn alle Untersuchungen ohne krankhaften Befund geblieben sind, kann die Operation überhaupt durchgeführt werden. Sollten sich bei den Untersuchungen Erkrankungen finden, die gegen die Durchführung der besonderen Narkose sprechen, stehen selbstverständlich die anderen, zuvor schon erläuterten Behandlungsmethoden für das Aderhautmelanom zur Verfügung.

Falls in Ihrem Fall eine solche Therapie erwogen wird, werden Sie durch Ihren behandelnden Arzt nochmals ausführlich
aufgeklärt werden.



Weitere Untersuchungen
Wie schon erläutert, handelt es sich bei dem Aderhautmelanom um einem bösartigen Tumor der auch Tochtergeschwülste in anderen Organen auslösen kann. Falls Metastasen auftreten, finden sich diese am häufigsten in der Leber, der Lunge sowie in den Knochen. Leider muß man sagen, daß auch bei sehr frühzeitiger Feststellung von Metastasen des Aderhautmelanoms eine wirklich hilfreiche Therapie bis zum heutigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung steht. Es kann dann versucht werden, Metastasen durch chirurgische Verfahren oder durch eine Chemotherapie zu behandeln.
Es können während des stationären Aufenthaltes oder durch Ihren Hausarzt Untersuchungen auf eine eventuelle Metastasierung des Aderhautmelanoms durchgeführt werden. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung des Aderhautmelanoms können jedoch nur bei ca. 1% der Patienten Metastasen gefunden werden.

Ihr behandelnder Arzt wird sich nochmals mit Ihnen unterhalten, ob eine Untersuchung auf Metastasen bei ihnen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sinnvoll ist. Hierbei muß auch besprochen werden ob, und in welcher Form bei den Nachkontrollen auf Metastasen geachtet werden sollte. Generell kann empfohlen werden, daß Sie durch Ihren Hausarzt zwei mal pro Jahr eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane sowie Blutuntersuchungen durchführen lassen sollten.




Informationsmaterial für Patienten mit Aderhautmelanom
© Zentrum für Augenheilkunde - Universitätsklinikum Essen
Autoren: A. Schüler, N. Bornfeld
 
     
 


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